Stuttgarter Kulturdialog | II. Akt

Stuttgarter Kulturdialog | II. Akt | Thomas Krüger

9. / 10. Juli 2010 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Thema: Kulturelle Bildung in Kommunen

Die Ergebnisse von Bildung sind kontingent. Dennoch werden die Potenziale kultureller Bildung angesichts der aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen allgemein sehr hoch eingeschätzt: sie trage einem neuen Bedürfnis nach Kultur und kultureller Teilhabe Rechnung; sie sei auch geeignet, soziale Gegensätze abzuschwächen, die Integration und das Interesse für gesellschaftspolitische Fragen zu befördern, so wird vermutet. Zu Recht? Der Beitrag analysiert die fachpolitische Debattenlage zur kulturellen Bildung vor dem Hintergrund der europäischen und deutschen Bildungsreformen aus dem Blickwinkel der politischen Bildung. Ausgehend von best-practice-Modellen werden die Möglichkeiten zur nachhaltigen Förderung und sinnvollen Implementierung kultureller Bildung in kommunale Strukturen aufgezeigt und strategische Ansätze für die Einrichtung von lokalen Bündnissen zwischen Politik, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Wirtschaft sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen für kulturelle Bildung entwickelt.

Referent: Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

Thomas Krüger, geboren 1959, absolvierte zunächst in den Jahren 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung und nahm dann ein Studium der Theologie auf, anschließend war er Vikar.

Seine politische Karriere begann er 1989 als eines der Gründungsmitglieder der Sozialdemokraten in der DDR (SDP) und blieb bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) und Mitglied der Volkskammer in der DDR. Als Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Ost-Berlin war er 1990 bis 1991 tätig sowie als Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin und in der Gemeinsamen Landesregierung. Als Mitglied des Deutschen Bundestages war er in den Jahren 1994 bis 1998 aktiv, bevor er eine zweijährige Erziehungspause nahm.

Seit Juli 2000 ist er Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Thomas Krüger war und ist auch im kulturellen und sozialen Bereich aktiv: Er ist seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, seit 2003 Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und war von 2005 bis 2009 in der Jury des Hauptstadtkulturfonds.