Wie kann kommunale Kulturpolitik und Kulturförderung in Zukunft aussehen?
Welche Kriterien braucht man, welche Ziele darf man nicht aufgeben, wie kann
man Kontinuität und Beweglichkeit gleichzeitig ermöglichen, auch wenn die
wirtschaftlichen Spielräume enger werden?
Als II. Akt zur erfolgreichen »Art Parade«
soll unter dem Titel »Stuttgarter Kulturdialog« das Gespräch über diese Fragen
eröffnet werden. Sechs renommierte Gastreferenten/innen geben erste Impulse.
In offenen Arbeitsgruppen werden diese aufgenommen und debattiert.
Der »Stuttgarter Kulturdialog« beginnt Anfang Juli, wird im Herbst weitergeführt und
soll in die nahe Zukunft wirken – als ein gemeinsames Forum der Kulturschaffenden,
Vermittelnden und Interessierten in dieser Stadt.
Der Stuttgarter Kulturdialog / II. Akt wird organisiert von den sachkundigen Bürgern im Ausschuss für Kultur und Medien.
Er wird finanziell unterstützt von der LBBW-Stiftung, der Akademie Schloss Solitude, dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Jazzclub BIX, der Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V., der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und dem Verein Kunst 08+.
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Freitag, 9. Juli 2010
10.00 Uhr
Begrüßung Prof. Dr. Ludger Hünnekens Rektor der Kunstakademie Stuttgart und Vorsitzender des Vereins Kunst 08+
Grußwort Dr. Susanne Eisenmann Bürgermeisterin Referat Kultur, Bildung und Sport
10.45 Uhr
Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard ehem. Direktor des Hessischen Rundfunkarchivs und ehem. Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung in WiesbadenIdentitätsstiftung durch Kultur
11.45 Uhr
Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Kulturelle Bildung in Kommunen
danach
Mittagessen (Mensa)
13.30 Uhr
Claudia Kokoschka Leiterin des Kulturbüros der Stadt Dortmund
Interkultur in Kommunen – das Dortmunder Handlungskonzept Interkultur
14.30 Uhr
Arbeitsgruppen bis 16.00 Uhr
Samstag, 10. Juli 2010
10.00 Uhr
Achim Könneke Leiter des Kulturamts der Stadt FreiburgVom Glück in der Krise. Kulturkonzept als Impulsgeber
11.00 Uhr
Dr. Bernd Wagner Leiter des Instituts für Kulturpolitik der kulturpolitischen Gesellschaft, Bonn
Welche Rolle spielt Kultur für die Entwicklung einer Stadt?
12.00 Uhr
Dr. Hans-Georg Küppers Kulturreferent der Landeshauptstadt München
und Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages
Ziele, Zahlen, Zorres – Über Sinn und Unsinn kulturpolitischer Steuerungsmodelle
danach
Mittagessen (Catering)
16.30 Uhr
Zusammenfassung im Plenum bis 18.00 Uhr
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Thomas Krüger
Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Dr. Bernd Wagner
Leiter des Instituts für Kulturpolitik der kulturpolitischen Gesellschaft, Bonn
Dr. Hans-Georg Küppers
Kulturreferent der Landeshauptstadt München und
Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages
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Rund 170 Kulturschaffende sowie Funktionsträger aus Kulturpolitik und Kulturverwaltung haben zwei Tage lang über die kulturellen Rahmenbedingungen in Stuttgart diskutiert. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung artparade im November 2009 war dies der zweite Akt im kulturellen Dialog, organisiert von den sachkundigen Bürgern im Kulturausschuss der Stadt Stuttgart.
Ausgangspunkt für den Kongress war die Einsicht, dass es nicht sein kann, die Diskussionen über Kulturpolitik von kurzfristigen, wenn auch drängenden Kürzungsdebatten überschattet zu sehen. Im Vordergrund stand vielmehr das grundsätzliche Interesse aller sachkundigen Bürgerinnen und Bürger für kulturpolitische Themen: Wie machen es die anderen? Was ließe sich auf Stuttgart übertragen? Aber vor allem sollte eine öffentliche Debatte über Kulturpolitik ausgelöst werden, die sich in den nächsten Jahren fortsetzt. Dazu waren sechs Experten zu Vorträgen eingeladen, hier in Auszügen:
Identitätsstiftung und Kultur,
Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard
Zentrale Themen der Diskussionen waren die Interdependenz von Kunst und Kultur mit den anderen Ressorts und die Notwendigkeit, klassische Kunst- und Kulturkategorien neu zu definieren. Identität ergibt sich aus der Fähigkeit für eine Gruppe von Menschen „wir“ sagen zu können, aus der Möglichkeit des Zusammenlebens. Nicht nur das Bewusstsein des Miteinanders bestimmt die Identität einer Stadt, auch das Gebaute ist ein wesentlicher Aspekt dieser Frage und wird in der Stadt oft unterschätzt. Das problematische Verhältnis der Stadt zu ihrer eigenen Geschichte und der Mangel an Bewusstsein über die Qualität guter Architektur wurden mehrfach angesprochen, ebenso die prägende Rolle der Kulturszene für die Identität der Stadt.
Kulturelle Bildung,
Thomas Krüger
Auch hier stand im Mittelpunkt der partizipatorische Aspekt. Kulturelle Bildung verschiebt sich von der Ebene der Rezeption auf die der Partizipation als kollektiver, nicht mehr nur als individueller Prozess. Kulturelle Bildung darf nicht mehr isoliert betrachtet werden, sondern im Gesamtkontext einer städtischen Kulturpolitik und muss neue Lernformen jenseits der Trennung zwischen dem schulischen und dem außerschulischen Bereich erfinden.
Interkultur,
Claudia Kokoschka
Auch in diesem Bereich betont die Referentin die Interdependenz von Interkultur mit den anderen Kulturthemen und -schwerpunkten. Das Dortmunder Kulturbüro, das sich bewusst nicht mehr Kulturamt nennt, weil der Begriff „Amt“ die Öffentlichkeit eher abschreckt als anspricht, hat unter Beteiligung aller Akteure der Interkultur ein zugleich praktisches und durchdachtes „10 Schritte-Programm“ entwickelt, übertragbar auch auf andere Städte.
Kulturkonzept Freiburg,
Achim Könneke
Wichtig beim Freiburger Kulturkonzept ist nicht nur das Ergebnis selbst sondern auch der lange Weg – über vier Jahre – der dazu geführt hat. Auffallend war, wie der Referent stets von „wir“ sprach und damit nicht nur seine Verwaltung meinte, sondern im Namen der Bürgerinnen und Bürger, der Szene, der Politik und natürlich auch der Verwaltung sprach. Trotz aller Schwierigkeiten wurde das Zusammenspiel zwischen diesen vier Partnern wunderbar orchestriert: Wer, wann öffentlich diskutiert, Fragebögen ausfüllt, Expertengespräche organisiert, plant, entscheidet, revidiert und umsetzt, wurde zeitlich perfekt in Szene gesetzt.
Welche Rolle spielt Kultur für die Entwicklung einer Stadt,
Dr. Bernd Wagner
Auch für Bernd Wagner kann die Stärkung von Kulturpolitik nur über gemeinsame kooperative und kommunikative Prozesse geschehen. Eine Modernisierung der Kulturpolitik sollte von der Stadt und ihren Bürgern ausgehen, nicht von den Institutionen. Bei allen Veränderungen, die die Gesellschaft seit über 30 Jahren erlebt hat, bewegt sich Kultur nach wie vor im Koordinatensystem der Demokratie. Ein zeitgemäßes Verständnis von Kultur umfasst folgende Bereiche: Bildung, Unterhaltung, Repräsentation, Kunstförderung und gesellschaftliche Teilhabe.
Ziele, Zahlen, Zorres – Über Sinn und Unsinn kulturpolitischer Steuerungsmodelle,
Dr. Hans-Georg Küppers
Hans-Georg Küppers erinnert zu Beginn seines Vortrags daran, dass Kulturinstitutionen, deren Haushalte seit 1993 stagnieren, in der Regel am finanziellen Limit arbeiten. Mit Sorgen sieht er, wie prekär die Lage vieler Künstler und Kulturinstitutionen geworden ist. Auf die immer wieder gestellte Frage der Legitimation von Kulturausgaben in der Konkurrenz mit anderen Ressorts bemerkt er, dass „nur der Mensch ein Kulturwesen ist“ und dass die Vernachlässigung von Kulturaufgaben „ein Unrecht am Menschsein“ ist. Die Ziele eines Kulturplans dürfen nicht von oben herab sondern zusammen mit den Akteuren der Kulturlandschaft bestimmt werden.
Ausblick:
Nach der Sommerpause werden die Sachkundigen Bürger/innen Gespräche mit der Kulturverwaltung, den Fraktionen und den Kolleginnen und Kollegen wieder aufnehmen, um die vielschichtigen wie konstruktiven Impulse aus dem Kongress und die in allen Vorträgen hervorgehobene Kommunikationsgrundlage weiter auszubauen sowie Strategien für die Stärkung der Stuttgarter Kulturlandschaft zu entwickeln.
Über weitere Veranstaltungen informieren wir Sie rechtzeitig.
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:
Jean-Baptiste Joly, tel: (0711) 99 6 19 0, e-mail jbj@akademie-solitude.de
Petra Bewer, tel (0711) 23 48 526 e-mail petrabewer@t-online.de
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Folgende Dokumente können hier im PDFormat heruntergeladen werden:
Vortrag von Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard
Zusammenfassung Arbeitsgruppe 'Identitätsstiftung durch Kultur'
Protokoll der Arbeitsgruppe 'Kulturelle Bildung'
Vortrag von Thomas Krüger
Vortrag von Claudia Kokoschka Ergebnisprotokoll »Interkultur« 09.07.2010 s.a. Interkultur in Dortmund ff. (externer Link)
Vortrag von Achim Könneke
Vortrag von Dr. Bernd Wagner
Vortrag von Dr. Hans-Georg Küppers: „Ziele, Zahlen, Zorres –
Über Sinn und Unsinn kulturpolitischer Steuerungsmodelle“
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Verantwortlicher Herausgeber
Kunst 08+ e.v.
Postfach 150311
70067 Stuttgart
info@kunst08plus.de
Der Herausgeber ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
Der Stuttgarter Kulturdialog / II. Akt wird organisiert von den sachkundigen Bürgern im Ausschuss für Kultur und Medien.
Er wird finanziell unterstützt von der LBBW-Stiftung, der Akademie Schloss Solitude, dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Jazzclub BIX, der Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V., der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und dem Verein Kunst 08+.
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Thema: Kulturelle Bildung in Kommunen
Die Ergebnisse von Bildung sind kontingent. Dennoch werden die Potenziale kultureller Bildung angesichts der aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen allgemein sehr hoch eingeschätzt: sie trage einem neuen Bedürfnis nach Kultur und kultureller Teilhabe Rechnung; sie sei auch geeignet, soziale Gegensätze abzuschwächen, die Integration und das Interesse für gesellschaftspolitische Fragen zu befördern, so wird vermutet. Zu Recht? Der Beitrag analysiert die fachpolitische Debattenlage zur kulturellen Bildung vor dem Hintergrund der europäischen und deutschen Bildungsreformen aus dem Blickwinkel der politischen Bildung. Ausgehend von best-practice-Modellen werden die Möglichkeiten zur nachhaltigen Förderung und sinnvollen Implementierung kultureller Bildung in kommunale Strukturen aufgezeigt und strategische Ansätze für die Einrichtung von lokalen Bündnissen zwischen Politik, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Wirtschaft sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen für kulturelle Bildung entwickelt.
Referent: Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Thomas Krüger, geboren 1959, absolvierte zunächst in den Jahren 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung und nahm dann ein Studium der Theologie auf, anschließend war er Vikar.
Seine politische Karriere begann er 1989 als eines der Gründungsmitglieder der Sozialdemokraten in der DDR (SDP) und blieb bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) und Mitglied der Volkskammer in der DDR. Als Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Ost-Berlin war er 1990 bis 1991 tätig sowie als Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin und in der Gemeinsamen Landesregierung. Als Mitglied des Deutschen Bundestages war er in den Jahren 1994 bis 1998 aktiv, bevor er eine zweijährige Erziehungspause nahm.
Seit Juli 2000 ist er Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
Thomas Krüger war und ist auch im kulturellen und sozialen Bereich aktiv: Er ist seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, seit 2003 Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und war von 2005 bis 2009 in der Jury des Hauptstadtkulturfonds.
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Thema: Interkultur in Kommunen - das Dortmunder Handlungskonzept Interkultur
Der Rat der Stadt Dortmund hat im Jahr 2006 die Umsetzung eines "10-Schritte-Programms" beschlossen, das sowohl die kulturellen Potentiale und Aktivtäten der Zuwanderer besser fördern- alsauch die Kultureinrichtungen für ihre Interessen öffnen soll. Der Vortrag informiert über die bisherigen Maßnahmen und Erfahrungen in der Praxis.
Referentin: Claudia Kokoschka Leiterin des Kulturbüros der Stadt Dortmund
Geboren in Bytom (Beuthen), Polen
Dipl. Pädagogin sowie Studium Sozialwissenschaften und Kunstpädagogik
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Stadt Dortmund / Kulturbetriebe -Kulturbüro-
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Leiterin des Kulturbüros
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seit 7 / 2009
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Programmleiterin
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1999 - 2009
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Abteilungsleiterin Örtliche Kulturförderung
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1990 - 1999
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Stadt Dorsten / Kulturamt
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Stellvertretende Amtsleiterin
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1987 - 1990
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Mitarbeiterin für Stadtteilkulturarbeit und
freie Kulturförderung
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1985 - 1987
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Universität Gesamthochschule Essen
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Wissenschaftliche Mitarbeiterin FB Soziologie
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1984 - 1985
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Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Interkultur, Förderung freier Kulturträger, Konzeptionen und Projekte der Kulturellen Bildung, Stadtteilkulturentwicklung.
Festivalleitung Micro!Festival - Weltmusik & Internationales Straßentheater in Dortmund
Lokaler Kooperationspartner für Creole-Weltmusik aus NRW / Weltmusik aus Deutschland, Wettbewerb und Festival
Vorstandsmitglied im Städte-Netzwerk NRW e.V., Unna
Vorstandsmitglied Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Literatur NRW. e. V., Dortmund
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Thema: Vom Glück in der Krise. Kulturkonzept als Impulsgeber
Referent: Achim Könneke Leiter des Kulturamts der Stadt Freiburg
Geboren 1963 in Höxter. Studium der Bildenden Kunst, Kunstgeschichte und -pädagogik, Germanistik und Philosophie in Oldenburg, Braunschweig und Berlin. Arbeit als Kulturredakteur und Kunstkritiker in Oldenburg und Bremen, Kunstreferent und Leiter der städtischen Kunstschule Langenhagen, von 1992 - 2001 Leiter des Referats bildende Kunst der Kulturbehörde Hamburg und des Hamburger Programms Kunst im öffentlichen Raum, dann stellv. Kulturamtsleiter in Stuttgart, seit 2003 Leiter des Kulturamts in Freiburg. Mitglied im Bundesvorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft. Seit 2009 Lehraufträge an der PH Freiburg.
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Thema: Welche Rolle spielt Kultur für die Entwicklung einer Stadt?
Referent: Dr. Bernd Wagner Leiter des Instituts für Kulturpolitik der kulturpolitischen Gesellschaft, Bonn
Dr. Bernd Wagner, geb. 1948, ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft, stellvertretender Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn und verantwortlicher Redakteur der Kulturpolitischen Mitteilungen sowie des Jahrbuches für Kulturpolitik; Studium der Sozialwissenschaften in Frankfurt/Main, langjährige Tätigkeit im Verlagsbereich und als kulturpolitischer Publizist; Arbeitsschwerpunkte sowie Buch- und Zeitschriftenbeiträge zu Kulturpolitik, interkultureller Kulturarbeit, kultureller Globalisierung, bürgerschaftlichem Engagement und Nachhaltigkeit.
Lebt in Frankfurt am Main.
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Thema: Ziele, Zahlen, Zorres - Über Sinn und Unsinn kulturpolitischer Steuerungsmodelle
Kultur ist eine nur schwer messbare gesellschaftliche Leistung, deren Erfolg oder Misserfolg sich kaum in Kennzahlen darstellen lässt. Spätestens in Krisenzeiten kann dieses Faktum bei Haushaltskürzungen zu einem Problem werden. Objektiv messbare Kriterien, verbindliche Maßstäbe und gemeinsame Ziele können ein unverzichtbares und hilfreiches Instrumentarium zur Bewältigung immer komplexer werdender kulturpolitischer Aufgabenstellungen sein. Maxime muss bei aller Beachtung von Zielen aber stets sein, darüber die Zielgruppen nicht aus den Augen zu verlieren.
Referent: Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München und Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages
Geboren 1954 in Oberhausen, Studium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Bonn, war Fachbereichsleiter Kulturelle Bildung an der Volkshochschule Oberhausen, Leiter des Kulturamtes der Stadt Mülheim an der Ruhr, Referatsleiter für Regionale Kulturpolitik im Ministerium für Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und Dezernent für Kultur, Bildung und Wissenschaft der Stadt Bochum. Seit Juli 2007 ist er Kulturreferent der Landeshauptstadt München und seit Oktober 2008 Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages.
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